… mit der Fahrradgruppe Rückenwind

Stadtradeln 2020 – keine Touren, trotzdem viel Fahrspaß

Dieses Jahr war alles anders beim Stadtradeln: Covid-19 bedingt gab es in diesem Jahr keine gemeinsamen Radtouren, keine Auftakt- und Abschlussveranstaltung und auch die Gewinne, wie den Schulpreis der Stadtwerke Elmshorn oder der Radfahrpreis für die besten RadlerInnen und Teams wurden in diesem Jahr ausgesetzt. Dieses Jahr stand also das individuelle Radfahren im Vordergrund.

Viele schöne Touren aller Sparten standen dieses Jahr auf dem Plan für das Stadtradeln – und mussten schweren Herzens als offizielle Touren von Rückenwind abgesagt werden: Die 80 km-Tour, ausgearbeitet von Jürgen von der Lieth, von Pinneberg über Halstenbek, Schenefeld und Wedel zur Hetlinger Schanze an der Elbe mit Einkehr in der Pony-Waldschenke und dann mit frischer Kraft zurück nach Pinneberg oder direkt nach Elmshorn. Die Abenteuertour 2020 „Schatz der Hansestadt“ – die 4-tägige Abenteuer-Radtour für Groß und Klein der RÜWI Kids über Lübeck nach Travemünde – wie immer mit Herz erarbeitet von Thorsten Rodtgardt. Die schon klassische Erdbeertorten-Tour von Heinz Bollmann. Ganz zu Schweigen von den Touren der flotten Mittwochs-Radler, der gemütlichen Feierabend-Radler am Donnerstag oder den Trainingsrunden der RENN-Rüwis. Die attraktiven Rückenwind-Touren zum Stadtradeln, gepaart mit herrlichem Wetter, motivierten gerade im letzten Jahr viele Gäste zur Teilnahme. Dadurch, dass wir dieses Jahr keine Touren anbieten konnten, verringerte sich das Team der Fahrradgruppe Rückenwind von 92 aktiven Radlern 2019 um mehr als 30 auf eine Teamstärke von 59 Personen in 2020.

Die Mitglieder der Fahrradgruppe Rückenwind hatten den Einschränkungen zum Trotz die Freude am Radfahren nicht verloren und sind die eine oder andere Runde allein oder in kleinen Gruppen unterwegs gewesen: Insgesamt 17.759 km haben die 59 Radler des Teams Rückenwind am Ende der Zeit auf dem Tacho gehabt und konnten sogar die Kilometerleistung pro Kopf von 271 km aus dem Jahr 2019 deutlich übertrumpfen mit unglaublichen 301 km pro Kopf. Lediglich dem in diesem Jahr neu formierten Team der Regiokliniken musste man sich geschlagen geben, die mit insgesamt 79 Teammitgliedern satte 21.863 km erradelten. Mit den fast 18.000 km liegt unser Team sogar über dem Ergebnis des Jahres 2018 (16.339 km) und konnte durch diese Kilometerleistung gut 2,6 Tonnen des umweltschädlichen Gases CO² eingespart.

Dass Fahrradfahren nicht nur etwas für junge Leute ist, beweist erneut das Ergebnis des Seniorenrates. Platz 3 unter den 56 Teams in Elmshorn belegt der Seniorenrat. Mit 54 Teilnehmern radelte die Senioren-Mannschaft um unser Rückenwind-Mitglied Siegfried Grigo insgesamt 13.919 Kilometer. Ein schönes Zeichen für das gesunde Radfahren.

In Elmshorn starteten dieses Mal 747 Radler und legten zusammen 171.744 Kilometer zurück. Im Vergleich zum Vorjahr (138.815 km mit mehr als 795 Radlern) ein deutlich besseres Ergebnis. Hier bot das Radfahren an der frischen Luft bei gutem Wetter in Zeiten von Lock-Down, Kontakteinschränkungen und mobilem Arbeiten scheinbar eine willkommene Abwechslung.

Nach drei Jahren in Folge auf dem Siegertreppchen musste sich 2020 Elmshorn erstmals im Wettstreit gegen Pinneberg geschlagen geben. Elmshorn liegt mit 171.744 erradelten Kilometer (747 Radler) hinter Pinneberg (183.727 Kilometer, 707 aktive Radler) auf dem zweiten Platz aller teilnehmenden Kommunen im Kreis Pinneberg vor Rellingen (101.667 km und 517 aktive Radler). Teilgenommen haben außerdem Barmstedt, Brande-Hörnerkirchen, Ellerbek, Halstenbek, Tornesch und Uetersen. Neu dabei waren Klein-Nordende, Kummerfeld und Quickborn. Insgesamt sind alle Radlerinnen und Radler des Kreises Pinneberg mehr als 800.000 Kilometer geradelt. Damit hat Elmshorn gut ein Fünftel der Kilometer beigetragen.

Das gesamte Team der Fahrradgruppe Rückenwind legte im Durchschnitt gut 301 Kilometer pro Mitglied zurück. Unter den 56 Teams in Elmshorn bedeutet dies Platz 11. Die ersten Plätze belegen die Kleinteams „Gisela u. Joachim K.“ (611 km/Mitglied), „ödp Kreisverband Pinneberg“ (534 km/ Mitglied) sowie die „FDP Elmshorn“ (474 km/ Mitglied) mit jeweils 2 Radlern.

Nach dem Wettbewerb gilt es für alle Rückenwindler jetzt das zu tun, was wir das ganze Jahr lang mit Spaß und Überzeugung tun: Durch Stadt und Land radeln!!

Insgesamt sind alle Radlerinnen und Radler des Kreises Pinneberg über 800.000 Kilometer geradelt. Damit hat Elmshorn ein Fünftel aller Kilometer beigetragen. Grafik: M. Ramcke

Stadtradeln – Hintergrund und Geschichte: Egal, wie viele Kilometer ein jeder beim Stadtradeln zurücklegt, fest steht auch für 2020: Wir sind alle Gewinner, denn wir haben Spaß am und beim Radfahren. Und deshalb machen wir auch jedes Jahr beim Stadtradeln mit. Bei der größten Fahrradaktion in Deutschland für besseren Klimaschutz und mehr Fahrradfreundlichkeit darf Rückenwind nicht fehlen. Der Termin für den Aktionszeitraum in Elmshorn in diesem Jahr endete am 7. Juni.

Elmshorn und Rückenwind nahmen 2020 bereits zum neunten Male an dem bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teil. Ziel der Aktion ist es, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und innerhalb von drei Wochen möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, mit dem umweltfreundlichen und gesundheitsfördernden Fahrrad unterwegs zu sein und das Auto in der Garage stehen zu lassen.

Abgesehen von allen Zahlen und Rekorden, ist für Rückenwind ein ganz wichtiges Ziel des Stadtradelns auch 2020 erreicht worden: Wir haben viele Elmshorner in Bewegung gebracht und sie für das Fahrradfahren begeistern können – ohne größere Pannen und vor allem unfallfrei!

Seit 2012 beteiligt sich die Stadt Elmshorn (orange) an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Die Fahrradgruppe Rückenwind (blau) ist von Anfang an mit eingebunden und trägt erheblich zum Gesamtergebnis der Stadt bei. Seit 2014 sind auch die Radler in der Nachbarstadt Pinneberg (grau) immer zeitgleich mit Elmshorn beim Stadtradeln am Start. Im besonderen Jahr 2020 musste sich Elmshorn nach drei Jahren erstmals wieder mit den 2. Platz im Städtewettbewerb Elmshorn vs. Pinneberg begnügen. Grafik: M. Ramcke