Feierabendradler sind fleißig auf Achse

Die Touren der Feierabendradler erfreuen sich auch dieses Jahr wieder einer regen Beteiligung. Im Durchschnitt sind immer etwa 17 Teilnehmer in und rundum Elmshorn unterwegs. Gemeinsam genießen sie das Radfahren und die sommerliche Natur. Gäste sind immer (ohne Anmeldung) willkommen. Mehr zu den Gruppen, die am Mittwoch und am Donnerstag starten, im Folgenden.

Die etwas flotteren Fahrradfahrer

Bei den flotten Feierabendtouren geht es noch bis Ende September einmal pro Woche aus der Mitte von Elmshorn hinaus in die Natur drumherum – jeweils mittwochs, jeweils vom Buttermarkt aus, jeweils pünktlich um 18.30 Uhr. Je länger die Tage, desto länger werden die Feierabendtouren. Im Juli können es auch mal 40 bis 45 Kilometer werden. Und je fortgeschrittener die Saison, umso flotter werden die Radler – ganz automatisch, denn jede Tour verbessert die Kondition der Teilnehmer. Dennoch: Neue Radler sind jederzeit willkommen.

Was man vor dem Start und während eines Radausflugs beachten sollte, haben die Tourenrüwis einmal zusammengefasst. Mit einem Klick gibt es die Radschläge für Radtouren.

Wie im Vorjahr werden wieder Mitglieder aus einem kleinen Team von Tourenleitern abwechselnd die Mittwochsrunden planen und dann voranfahren. Leider mangelt es noch etwas an Tourenleitern. Wer hat denn noch Lust, einmal eine Ausfahrt von 20 bis 45 Kilometer anzubieten? Das „Sonderangebot“ in diesem Jahr: Einmal Tourenleiter als „Co-Pilot“ sein – eine schöne Feierabendtour in Elmshorn und Umgebung gestalten und das ganze Projekt mit einem erfahrenen Rückenwind-Tourenleiter an der Seite umsetzen. Das kann nicht nur eine ganz neue Fahrradfahrer-Erfahrung sein, sondern durchaus auch richtig viel Spaß machen – sonst wären ja einige Tourenleiter nicht schon seit vielen Jahren mit Freude immer wieder am Start. Kontakt: cpelmshorn@t-online.de oder mailbox@lebes.net.

Die gemütlicheren

Donnerstagsradler

Feierabendtouren werden zwischen April und Anfang Oktober auch an jedem Donnerstag angeboten. Diese Rückenwind-Gruppe ist ebenfalls im Elmshorner Umland unterwegs, fährt aber etwas gemütlicher als die Mittwochsradler. Treffpunkt ist jeden Donnerstag bereits um 18 Uhr am Elmshorner Rathaus (Parkseite). Die Donnerstagsradler haben immer ein Ziel: Sie kehren nach der Fahrt im Restaurant „Meteora“ (Langeloher Hof) ein. Seit dem 13. April ist die Gruppe wieder jede Woche ein Mal auf Tour. Selbstverständlich können die Radschläge für Radtouren auch für (neue) Donnerstagsradler nützlich sein.

19.750 Kilometer – Rückblick auf 2016

Die Feierabendradler von Rückenwind sind bereits seit vielen Jahren aktiv. Sie radelten allein im vergangenen Jahr jeweils mittwochs und donnerstags gemeinsam insgesamt eine Strecke von etwa 19.750 Kilometer. Hier ein Rückblick auf die Sasion 2016:

Mittwochsradler mit Neubeginn

Die Saison 2016 war für die Mittwochsradler bei den Touren-Rüwis eine Besondere: Nach einem Jahr Pause ging das Angebot mit einem völlig neuen Konzept wieder an den Start – mit gutem Erfolg.

Die Organisation der Feierabendtouren wurde 2016 erstmals auf die Schultern mehrerer ehrenamtlicher Tourenleiter verteilt. Mehr noch: Überstieg die Gruppengröße 18 Teilnehmer, konnte die Radlergemeinde auf zwei Tourenleiter aufgeteilt werden – was das ganze Unterfangen für alle deutlich angenehmer verlaufen ließ. Toller Nebeneffekt der neuen Regeln: Die Streckenroutine der „alten Hasen“ wurde durchbrochen, und die Einbindung von langjährigen Mitradlern als Tourenleiter brachte auch in manch anderer Hinsicht neue Perspektiven und Erfahrungen.

Leider machte uns 2016 das Sommerwetter wie selten zuvor einen Strich durch die Rechnung: Wegen Sturm und/oder Gewitter mussten vier der insgesamt 25 geplanten Mittwochstouren ausfallen. Im September war es dann zwar sehr schön, doch die Tage – und damit die Touren – wurden merklich kürzer. Dennoch kam 2016 eine stattliche Strecke zusammen. 11.205 Kilometer strampelten die insgesamt 342 Teilnehmer. Wer alle Ausfahrten mitgemacht hatte, legte bei den Mittwochstouren insgesamt eine Strecke von 698 Kilometer zurück, was einer durchschnittlichen Streckenlänge von gut 33 Kilometern entspricht.

Die durchschnittliche Teilnehmerzahl lag mit 16,3 Radlern übrigens knapp unter dem Rekordjahr 2014 der 2009 gegründeten Mittwochsgruppe. Auch alle anderen Ergebnisse liegen nur geringfügig unter den Werten des Rekordjahres, in dem allerdings auch zwei Touren mehr gefahren wurden als in der Saison 2016.

Besonders schön: Alle Touren der Saison verliefen ohne einen einzigen Sturz, und nur ein Mal gab es in der Gruppe einen Plattfuß. Zum Team der ittwochstourenleiter gehörten 2016 Carsten, Detlef, Edda, Heinz, Kendrick, Klaus-Peter, Peter und Siegfried.

Donnerstagsradler mit Zäsur

Zum Ende der Saison 2016 erlebten die Donnerstagsradler eine Zäsur. Tourenleiter Ernst-Gerhardt Scholz gab die Führung der gemütlicheren Feierabendtouren ab, weil er im Dezember 80 Jahre alt geworden ist. 2017 soll die Gruppe voraussichtlich wie bei den Mittwochsradlern von einem Tourenleiterteam organisiert werden.

Die 2006 als sogenannte „Schweinetouren“ (zur Überwindung des inneren Schweinehundes) von Tourenleiter Carsten Petersen gegründete Gruppe übernahm Scholz 2009 und rettete so das Projekt vor dem Einschlafen. Unter seiner Regie formte sich in den vergangenen acht Jahren eine fröhliche, sehr konstante Gruppe, die sich auch außerhalb der Saison regelmäßig trifft.

Die „Schweinetouren“ können sich im 10. Jahr ihres Bestehens sehen lassen, denn Scholz und seine Mitradler ziehen auch für 2016 eine schöne Bilanz: 24 Mal ging es auf Reisen, es waren im Schnitt 15 Leute dabei und die mittlere Tourenlänge betrug 24,1 Kilometer. Die längste Tour war 34 Kilometer lang, die kürzeste 2,7 Kilometer im strömenden Regen bei der letzten Fahrt des Jahres – vom Rathaus bis zum Treffpunkt im Langeloher Hof. Die Gesamtlänge der gefahrenen Touren betrug 564 Kilometer. Und würde man alle von den Teilnehmern einzeln gefahrenen Stecken hintereinanderlegen, wären das mehr als 8500 Kilometer, was einer Luftlinienstrecke von Elmshorn bis nach Namibia entspricht.

„Es hat mir stets Spaß gemacht. Auch hat es in all den Jahren – bis auf drei größere Blessuren – keine Unfälle gegeben“, sagt Scholz rückblickend auf die vergangenen acht Jahre. Nun wolle er zu seinem runden Geburtstag „aufhören, wenn’s am schönsten ist“. Auf so manche urige (Heimat-)Geschichte müssen die Donnerstagsradler aber auch zukünftig nicht verzichten. Scholz hat angekündigt so oft wie möglich mit auf Tour zu gehen, allerdings merrnmank un nich vöran.

Mitradeln kann jeder auf eigene Gefahr und Rechnung. Rückenwind übernimmt keine Haftung. Es dürfen nur verkehrssichere Räder mit fahren (Und: Reifen gut aufgepumpt, Kette geölt?). Die Touren sind für Renn- und Dreiräder nicht geeignet. Jeder Teilnehmer sollte einen passenden Ersatzschlauch, entsprechendes Werkzeug und ein Handy mitführen. Es gibt keinen Reparatur- und Abholservice. Es empfiehlt sich, etwas zu Trinken dabei zu haben. Nützlich ist es auch, einen Notfall-Zettel mit sich zu führen (Kontakt-Telefonnummer, besondere Krankheitsmerkmale etc.).